Immobilien-Hilfe
  • Mündlicher Mietvertrag
  • Befristeter Mietvertrag
  • Unbefristeter Mietvertrag
  • Staffel Mietvertrag
  • Index Mietvertrag

1. Mündlicher Mietvertrag

Grundsätzlich gibt es für den Abschluss eines Mietvertrages keine Formvorschrift. Üblicherweise werden Mietverträge zwar schriftlich vereinbart, doch auch eine mündliche Absprache ist rechtsgültig. Allerdings ist ein mündlicher Mietvertrag mit besonderen Fallstricken verbunden – es gibt nun einmal keinen Nachweis darüber, was tatsächlich vereinbart wurde. Eine gesetzliche Besonderheit birgt weitere Gefahr: Ein mündlicher Mietvertrag gilt für mindestens ein Jahr und verlängert sich dann unbefristet auf unbestimmte Zeit (§550 BGB). 

2. Befristeter Mietvertrag

Viele Vermieter wünschen sich die Befristung eines Mietvertrages. Beispielsweise, um den Mieter über einen bestimmten Zeitraum kennen zu lernen und dann zu entscheiden, ob Vermieter und Mieter wirklich zusammenpassen. Eine Befristung mit dieser Begründung ist unwirksam, weil gesetzlich vorgegeben ist, dass Zeitmietverträge nur unter bestimmten Bedingungen geschlossen werden dürfen. Möglich ist eine Befristung von Mietverträgen nur, wenn bereits zum Einzug terminlich bestimmt werden kann, dass zum Beispiel Eigenbedarf des Vermieters bestehen wird, der Wohnraum für einen Bediensteten oder Werksangehörigen des Vermieters verwendet werden soll oder die Wohnung so umfangreich saniert werden soll, dass ein Bewohnen nicht mehr möglich ist (§575 BGB).

Mietvertrag - Was gibt es für 5 übliche Mietverträge?

3. Unbefristeter Mietvertrag

Der schriftlich formulierte unbefristete Mietvertrag gilt als Klassiker, wenn es um die Vermietung von Wohnraum geht. Viele Eigentümer versuchen sich selbst an der Formulierung eines geeigneten Vertragswerkes. Doch das ist sehr gefährlich – denn, falls eine Formulierung im Mietvertrag unwirksam ist, ist der gesamte Mietvertrag nichtig. Abhilfe schafft nur die zusätzliche Vereinbarung einer Salvatorischen Klausel. Besondere Beachtung gilt darüber hinaus den zusätzlichen Vereinbarungen. Hier können „Fallstricke“ provozieren, die eine spätere Auseinandersetzung erschweren, falls es unerwartet zum Streitfall kommen sollte.

4. Staffel Mietvertrag

Die Mieterhöhung im Staffelmietvertrag wird im Voraus geplant. Es wird im Vorfeld vereinbart, dass die Monatsmiete ab einem gewissen Datum automatisch steigt. Die Formulierung eines Staffelmietvertrages birgt besondere Fallen, die rechtzeitig beachtet werden müssen. Die Angabe des Mieterhöhungsverlangens darf beispielsweise nicht den Erhöhungsbetrag ausweisen, sondern muss in der neuen Gesamtsumme angegeben werden. Der Monats-Abstand zwischen zwei unterschiedlichen Mietpreisen darf eine Mindestzeit nicht unterschreiten.

5. Index Mietvertrag

Bei einem Indexmietvertrag wird die Miete an den öffentlichen Preisindex des Statistischen Bundesamtes gekoppelt. Mieterhöhungsverlangen können nach bestimmten Zeiträumen begründet mit gestiegenen Lebenshaltungskosten ausgesprochen werden. Wer sein Verlangen geltend machen möchte, beobachtet den Verbraucherpreisindex und erhöht entsprechend der nachvollziehbaren Mehrpunkte. Anwendung findet der Indexmietvertrag gegenwärtig bei der Vermietung von Gewerberäumen.

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